9 September 2013 - 19:30
News ID: 461626
Zur Vermeidung eines Militärschlags hat Russland die syrische Führung aufgefordert, ihre Chemiewaffen unter internationale Kontrolle zu stellen.
Damaskus signalisierte Zustimmung, US-Präsident Barack Obama spricht
von einem "möglichen Durchbruch" Er sehe eine mögliche Chance
für einen Erfolg, sei aber noch skeptisch, sagte Obama in mehreren
Interviews mit US-Fernsehsendern. Zugleich warnte er die syrische Führung
vor einer Hinhaltetaktik. Wie Obama weiter erläuterte, hat er am vergangenen
Wochenende beim G20-Gipfel in Sankt Petersburg mit dem russischen Präsidenten
Putin über diplomatische Initiativen zur Lösung der Syrien-Krise gesprochen.
Es sei seine Präferenz, den Konflikt ohne einen Militäreinsatz zu
lösen, betonte Obama. Sollte der Vorstoß aber scheitern, seien
die USA weiter zu einem Militärschlag gegen das Regime Assad bereit.
Nach den Äußerungen von Präsident Obama verschob der US-Senat eine
Probeabstimmung über einen Militärschlag gegen Syrien auf unbestimmte
Zeit. Der demokratische Mehrheitsführer Harry Reid sagte, er wolle dem
Präsidenten mehr Zeit geben, das Volk über die Vorgänge
zu informieren. Russlands Außenminister Lawrow hatte gestern seinen
Verbündeten Syrien aufgefordert, die Chemiewaffen des Landes der internationalen
Gemeinschaft zu übergeben. Die Führung in Damaskus müsse zudem der
Chemiewaffen-Konvention beitreten. Der syrische Außenminister Muallem,
der sich derzeit in Moskau aufhält, begrüßte den Vorstoß, ohne näher
darauf einzugehen.